Lola Montez
Die Tänzerin Lola Montez wurde am 25.August 1818
als Maria Dolores Eliza Gilbert im irischen Limarick geboren. Ihre
Kindheit verbrachte sie in Indien und einem britischen Internat.
Als 14jährige war sie bereits das erste Mal kurzfristig mit einem
30jährigen Mann verheiratet, um einer von der Mutter arrangierten
Ehe mit einem 60jährigen zu entgehen. Lola stellte sich kurz darauf
am Londoner Theater vor, von dem sie ohne Tanzausbildung engagiert
wurde. Von 1842-1846 reiste sie quer durch Europa und hatte
Auftritte an Theatern der großen europäischen Metropolen wie Paris
und Berlin. Lola, auch berühmt für ihre zahlreichen Skandale, ließ
sich 1846 in München nieder und gab sich als Tänzerin spanischer
Herkunft aus. Die Münchner Hofbühne wollte sie jedoch nicht
auftreten lassen und so wandte sie sich an den König Ludwig I.
Dieser verliebte sich, trotz Ehefrau, unsterblich in sie und sorgte
für Auftritte und eine Unterkunft. Auch den Titel „Gräfin von
Landsfeld“ verlieh er Lola, entgegen aller Unstimmigkeiten von Volk, Regierung
und
Kosmetik Berlin und die berühmten
Frauen, die mit Ihr auf der Bühne standen. Dort war sie aufgrund ihrer skandalösen Art
keinesfalls beliebt. Nachdem die Aufstände gegen sie zunehmends
größer wurden, entschied sich der König 1848 dazu, ihr die
bayrische Staatsbürgerschaft abzuerkennen und ihre Verhaftung zu
veranlassen. Lola Montez war jedoch bereits in Großbritannien, wo
sie eine zeitlang genau wie in Spanien lebte, bevor sie 1851 nach
Amerika auswanderte. Dort trat sie mit der Tanztruppe „Lola Montez
in Bavaria“ auf und hielt zahlreiche Vorträge, bevor sie 1861
einsam und verarmt in New York verstarb. In die Geschichte geht
Lola Montez als Bayerns bekannteste Mätresse ein.